| Anbu Illam |
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| Written by OSMTH-LA |
| Wednesday, 06 May 2009 04:01 |
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Liebe Leser, dieser Bericht ist für uns eine Gelegenheit, Ihre Aufmerksamkeit auf unsere Projekte lenken zu können und Sie einzuladen, sich mit uns zu vereinen, in unserer Mission für die Bedürftigen. INDIEN:
Geographische Studien zufolge belegt Indien in der geographischen Größe Platz 7, mit einer Fläche von 3.287.782 Quadratkilometer, einer Ausdehnung von 3.218 Kilometer vom Norden bis zum Süden und 2.933 Kilometer von Ost nach West. In der Gesamtbevölkerung rangiert Indien an zweiter Stelle, neben China, mit 1,2 Milliarden Einwohnern. Indien ist der Geburtsort einiger Religionen nämlich Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus, Zoroastrianismus, usw. Abgesehen von diesen Naturreligionen gibt es auch Islam und Christentum mit ungefähr 10 % Moslems und 2,4 % Christen. Aber, die beträchtliche Mehrheit der Leute folgt der alten Naturreligion, Hinduismus. Indien hat sechsundzwanzig Staaten und sechs Bundesstaaten mit fünfzehn Haupt-Regionalsprachen. Außer diesen gibt es 231 Sprachen und 774 Dialekte. Indien ist bekannt für sein reiches Erbe. Indien erfand das Zahlensystem. Aryabhatta erfand die Ziffer ‘0’. Die welterste Universität wurde 700 vor Christus in Takshila gegründet. Mehr als 10.500 Studenten aus aller Welt studieren mehr als 60 Fachgebiete. Die Universität von Nalanda, gegründet im 4. Jahrhundert vor Christus war eine der größten Errungenschaften des alten Indien auf dem Gebiet der Ausbildung. Ayurveda ist die früheste bekannte Schule für Humanmedizin, welche die Inder erfanden. Sushruta ist der Vater der Chirurgie. Vor 2600 Jahren operierten er und Gesundheits-wissenschaftler seiner Zeit Kaiserschnitt, grauen Star, Brüche und Nierensteine. Der Gebrauch der Anästhesie war in altem Indien weithin bekannt. Die Kunst der Navigation wurde im Fluss Sindh vor 5000 Jahren geboren. Nach Ansicht des Gemmologischen Instituts von Amerika war bis 1896 Indien die weltweit einzige Quelle für Diamanten. Das internationale Spiel Schach wurde in Indien erfunden. Als viele Kulturen in der Welt nur nomadische Waldbewohner über 5.000 Jahre waren, gründeten Inder die Harappan-Kultur in der Sindhu Senke (Indus Senke-Zivilisation). Albert Einstein sagte: “Wir verdanken den Indern viel, die uns beibrachten, wie man zählt, ohne die keine lohnende wissenschaftliche Entdeckung hätte gemacht werden können. In Anlehnung an Mark Twain, “Indien, die Wiege der menschlichen Rasse, der Geburtsort der menschlichen Sprache, die Mutter der Geschichte, die Großmutter der Legende und die Urgroßmutter der Überlieferung.” Der französische Gelehrte Romain Rolland sagte “Wenn es einen Platz auf der Erdoberfläche gibt, in dem alle Träume der lebenden Menschen, von den allerfrühesten Tagen, als der Mensch den Traum des Bestehens begann, ein Heim gefunden haben, ist es Indien.” All dies zeigt, dass Indien eine reiche Tradition hat. Aber heute ist Indien, obwohl reich an Ressourcen, eine von Armut betroffene Nation. 13.48 % der Gesamtbevölkerung genießen die Fülle und alle Annehmlichkeiten Indiens, während alle weiteren Leute weiterhin arm bleiben. Die Einstellung der Politiker zu den Grenzangelegenheiten, zum religiösen Fanatismus und zu den Kastefaktoren, bereitet nicht den Weg für konstruktive Planung und Tätigkeit. Mehr als Schulen, gibt es unzählige Tempel, Moscheen und Kirchen im Land, die eher zu Glaubenskriegen führen als zur Einheit unter den Brüdern und den Schwestern. Es liegt auf der Hand, dass die sozialen, kulturellen, ökonomischen und religiösen Faktoren das Leben der Kinder beeinflussen. Heute leidet die beträchtliche Mehrheit der Kinder an Armut, Behinderung, schlechter Gesundheitsvorsorge und Hygiene, Analphabetismus und Ausbeutung. Kinder sind die schrecklichsten Opfer von Unterernährung. Von 1000 lebendig geborenen Kindern sterben 181, bevor sie ein Jahr alt sind. Von allen Kindern, die heute leben, werden 30 Millionen ihren 6. Geburtstag nicht erleben können. Noch viel mehr leiden unter den Krankheiten, die durch unzureichende Ernährung verursacht werden. Zum Beispiel erblinden 1,5 Millionen vor ihrem 7. Lebensjahr wegen Vitaminmangel. Sobald das Kind lebt, ist es mit einem anderen Druck der Gesellschaft konfrontiert: Das ist das System der Kinderarbeit. In einigen Dalit-Familien werden die Eltern zu an die Grundbesitzer gebundenen Arbeitern durch Verpflichtungen, die sie aus dem Leihen von Geld eingegangen sind. Mit ihrem geringen Einkommen sind sie nicht fähig, ihre Schuld zu begleichen. Dies zwingt ihre Kinder schon sehr früh, ebenfalls als an die Besitzer gebundene Arbeiter zu dienen. Diesen Kindern wird vom Landlord nie erlaubt, zur Schule zu gehen. Ein anderer Faktor ist, dass die Kinder im Schulalter daran gehindert werden, zur Schule zu gehen, aus verschiedenen Gründen. Einer von diesen Gründen ist, dass die Kinder nicht ein Geld verdienendes Mitglied der Familie werden, wenn sie zur Schule gehen; die armen Kinder können nicht konkurrieren mit den reichen Schülern, die speziellen Unterricht in ihren Familien erhalten und für die durch den Lehrer mehr gesorgt wird. Ein weiterer Grund liegt in der Kommerzialisierung des Unterrichtswesens: Spenden, Zuwendungen und andere Gebühren kann der arme Schüler nicht aufbringen. Es gibt kaum eine Arbeitstelle ohne Bestechung. All dies sind bedrückende Faktoren für ein Kind in schulpflichtigen Alter, die es zur Kinderarbeit zwingen. Im Folgenden eine Statistik, welche vor mehr als zwanzig Jahren erstellt wurde. Eine neuere Statistik, die Licht in die Angelegenheit bringen könnte, konnte ich nicht erhalten: Indien, in dem 15 % der Weltbevölkerung lebt, hat 33 % des Kontingents an Kinderarbeiter, wahrscheinlich das größte in der Welt. Heute sind es 16,5 bis 20 Millionen Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren, die durch Armut zu 12 bis 15 Stunden täglicher Arbeit verurteilt werden. In Indien sind 5 % der arbeitenden Männer und 10 % der arbeitenden Frauen Kinder. Ihre Monatsgehalt schwankt von Rs. 15 zu 120; es beträgt etwa 20 % des durchschnittlichen Familieneinkommens. 80 % arbeiten als Landarbeiter, andere in unorganisierten und ungeregelten Sektoren, in der traditionellen Handarbeit-Industrie wie Sportartikel-, Teppich-, Sari-, Ziegel-Industrie, usw. Harte physische Arbeit unter ungesunden Bedingungen beeinträchtigt die Gesundheit der Kinder, was verschiedene Erkrankungen zur Folge hat. Zeitnot und die Furcht vor Gewalt raubt ihnen die Freude an Sport und an Kameradschaft mit Freunden und Spielkameraden. Die meisten der Kinder, abhängig von ihrer konkreten Arbeitssituation, lernen schon sehr früh, zu stehlen und zu betrügen. Wenn die Situation von normalen Kindern schon so aussieht, erscheint die Situation der gehörlosen und stummen noch ergreifender. Ursachen für die Gehörlosigkeit: Der Evangelist Johannes gibt den folgenden Bericht über einen Mann, der blind geboren wurde: "Und im Vorbeigehen erblickte er (Jesus) einen Menschen, der von Geburt an blind war. Und seine Jünger fragten ihn: „Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde?“ Jesus antwortete: „Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern. Vielmehr sollen die Werke Gottes an ihm offenbar werden." (Joh 9, 1-3) Wenn wir die Behinderung eines blinden oder gehörlosen Menschen aus der Perspektive von Jesus nach dem Bericht des hl. Johannes betrachten, dann gibt es für die Behinderung keinen speziellen Grund, außer dass der Vater sich durch diese Menschen in besonderer Weise offenbaren möchte. Einerseits müssen wir es so aus dem Glauben verstehen. Andererseits ist die Antwort, die Jesus seinen Jüngern gibt, eine Reaktion gegen der Haltung der Pharisäer, dass Gott mit der Behinderung sündhafte Taten des betreffenden Menschen oder seiner Vorfahren straft. Aus einem solchen Glauben heraus wurden die Behinderten nicht als Menschen behandelt. Was ist nun der tatsächliche Grund von Gehörlosigkeit? Gemäß einer Studie ist 40 % der Gehörlosigkeit erblich. Aber in Indien gibt es in Bezug auf die Gründe von Gehörlosigkeit eine Menge Aberglauben. Sehr bedeutend ist in Indien der Glaube an den Geist der Toten. Viele Leute glauben, dass böse Geister an einigen Familien Rachen nehmen und so die Gehörlosigkeit verursachen. Dies ist gegen die Wissenschaft und gegen christliche Überzeugung. Eine der Hauptgründe, welche die Ärzte anführen, ist das Heiraten unter Blutsverwandten. In Indien, wo es die Praxis ist, dass mehrere Familien unter einem Dach leben, ist die Heirat unter Blutsverwandten doch noch recht häufig. Es wird als das Recht und die Pflicht eines Mannes angesehen, ein Mädchen vom 3. und 4. Grad der Konsanguinität-Seitenlinie heiraten zu dürfen. Diese Praxis ist unter Christen ebenso zu finden. Fälle von gehörlosen Kindern treten bei diesem Typ von Ehen vermehrt auf. Die zweite wichtige Ursache könnte in der Armut des Volkes liegen. Wenn eine Frau ein Kind in ihre Mutterleib trägt, benötigt sie besonders nahrhafte Lebensmittel, um sowohl sich selbst als auch das Kind zu erhalten. Es gibt viele indische schwangere Frauen in armen Familien, die ins Bett gehen und dann ihren Magen mit einem nassen Tuch abdecken, um so den Hunger nicht zu spüren. In solch einer Situation kann der Grundbedarf an Versorgung für das Kind im Mutterleib nicht gedeckt werden. Wenn infolge der Unterernährung die Mutter keine Nahrung hat, kann sie keinen Widerstand gegen Virusansteckungen aufbauen. Dies verursacht 10 bis 15 % der Gehörlosigkeit. Dritte Ursache: Unter den Dalit-Frauen gehen die meisten für Tagelohn zur Arbeit in die Fabriken, sie bedienen die Maurer bei den Bauarbeiten oder arbeiten auf dem Feld. Die Schwangeren gehen aus Armut zum Arbeiten. Sie haben nicht genug Ruhe für das bessere Wachstum des Kindes. Zuhause und am Arbeitsplatz arbeiten sie insgesamt täglich mehr als 14 Stunden. Zu diesem schweren Arbeitspensum werden die Dalit-Frauen durch Kasten-Mitglieder am Arbeitsplatz noch sexuell missbraucht. Wenn die Frau sich nicht einem Kasten-Mann hingibt, wird sie vergewaltigt oder ermordet. Wenn der Mann HIV oder andere Viruserkrankungen hat, wird das Kind infiziert und das Kind kann gehörlos geboren werden. Viertens ist die indische Gesellschaft eine männlich dominierte Gesellschaft. Das bedeutet, dass in vielen Bereichen die Frauen in der Familie keine Rechte haben. Die Alkoholsucht wird für Männer zur Mode, wobei die Frauen in der Familie die Leidenden sind. In einigen Familien schlägt der süchtige Ehemann seine Ehefrau, mit und ohne Grund. Er zeigt seine Stärke, indem er seine Frau brutal kränkt, besonders in der Zeit ihrer Schwangerschaft. Wenn der Mann ist zuhause ist, findet sie keine Ruhe, wegen seiner Trunkenheit. Die aggressive Haltung des Gatten verursacht Angst und Furcht bei der Mutter und beeinflusst das Kind negativ. Sobald das Kind ist geboren ist, wird festgestellt, dass es ungesund ist. Dies kann einer der Gründe sein, warum das Kind gehörlos wird. Fünftens: Die postnatalen Erkrankungen wie Gehirnentzündung ziehen die Kinder in Indien in Mitleidenschaft. Einfache medizinische Betreuung kann diesem Problem vorbeugen. Aber in manchen Fällen finden die Ärzte nicht unverzüglich die Krankheit heraus, weil die Eltern keine Möglichkeit haben, ihre Kinder zu den großen Krankenhäusern zu bringen, wo alle Anlagen vorhanden sind. Durch zu späte und unsachgemäße Behandlung wird das Kind blind, gehörlos oder physisch behindert. Das sind die Fälle, bei denen Kinder durch eine andere Krankheit gehörlos werden. Sechstens: Bei einer so großen Bevölkerung sind auch die Probleme groß an der Zahl. Es gibt Menschen, die bei der Explosion von Bomben gehörlos wurden, beim unsachgemäßen Einsatz von Lautsprechern, bei Unfällen, usw. Auch haben Naturereignisse, wie Donner, Gehörlosigkeit verursacht. « Probleme, denen die gehörlosen Kinder und ihre Eltern gegenüberstehen: Eltern eines gehörlosen Kindes haben ein Minderwertigkeitsgefühl, dass sie die Eltern eines gehörlosen Kindes sind. Aus dieser negativen Selbsteinschätzung heraus zögern sie, sich unter andere Mitglieder der Gesellschaft zu mengen. Einige Eltern versuchen dies zu tun, aber sie werden von der Gesellschaft ausgegrenzt, weil sie ein behindertes Kind haben. Des Weiteren ist die Einschätzung, dass die Gehörlosigkeit eine erbliches Problem sei, ein Hindernis dafür, Kontakte zu pflegen, wie das Heiraten. Die falsche Meinung, dass die Gehörlosigkeit ihre Ursache in vorzeitlichen Sünden der Vorfahren hat, verhindert es, dass die gehörlosen Menschen sich in der Gesellschaft engagieren. Über all dem steht die Meinung: "Keine Behandlung und keine Heilung für Behinderte". Diese Meinung sitzt sehr tief und deshalb werden die gehörlosen Kinder unbehandelt zu Hause gelassen. Wenn wir nun auf die Probleme der Kinder zu sprechen kommen, müssen wir feststellen, dass gehörlose Kinder vollständig von Liebe, Freundschaft, Fürsorge, Schulbildung, Ernährung, Erholung, usw. ausgeschlossen sind. Dies führt manchmal zu Geisteskrankheit und auch zum Tod. Viele Kinder müssen vom 8. Lebensjahr an Kinderarbeit verrichten. Wenn beide Eltern für Tagelohn auf die Felder gehen oder als Schäfer die Herde bewachen, begleiten die Kinder sie und ergänzen so das Einkommen. Persönlich sind die gehörlosen Kinder nicht glücklich. Einerseits erfahren sie den Mangel der Gehörlosigkeit. Aber andererseits werden sie von ihren Eltern nicht geliebt. Die Eltern fühlen sich nicht persönlich verpflichtet. In mehrere Familien ist das Eltern-Kind-Verhältnis praktisch Null. Die Eltern zeigen ihre Parteilichkeit in ihrem Verhältnis zu den normalen Kindern und zu den gehörlosen Kindern. Es kann mehrere Gründe geben für das Zeigen solcher Vorliebe. In Indien ist es die Aufgabe der männlichen Kinder, für die anderen Kinder zu sorgen, wenn die Eltern alt werden. Wenn das männliche Kind gehörlos ist, hat es keine Möglichkeit einen besseren Lebensunterhalt für sich in der Zukunft zu verdienen. Beim Staat werden den gehörlosen Menschen weniger Behindertenarbeitsplätze reserviert, als ihnen proportional zusteht. Deshalb wissen die Eltern, dass ihr gehörloses Kind nicht für sie sorgen kann, wenn sie alt sind. Dies führt dazu, dass sie den normalen Kindern mehr Liebe und Zuwendung erweisen als dem gehörlosen Kind. Weiter erfahren besonders die weiblichen gehörlosen Kinder nie Achtung von ihren Eltern. Die Eltern befürchten, dass keiner kommen würde, um dieses Mädchen zu heiraten. Während Millionen von normalen jungen Mädchen darauf warten, zu heiraten, spüren die Eltern eines gehörlosen Mädchens hingegen, dass dieses Kind immer bei ihnen sein wird. So stellt es für die Familie ein wirkliches Hindernis dar. Diese Gedanken erlauben ihnen nicht, dem gehörlosen Mädchen Liebe zu erweisen, vielmehr erwarten in vielen Familien die Eltern den Tod eines solchen Mädchens durch irgendeine Krankheit. Die gehörlosen Kinder fühlen, dass sie in der Gesellschaft nicht gewollt sind. In einem Dorf gibt es vielleicht ein oder zwei gehörlose Buben oder Mädchen, die von den anderen Kindern als anders angesehen werden. Das Grausame der normalen Kinder hinsichtlich der gehörlosen Kinder ist, dass sie die gehörlosen Kinder nicht mit ihren Namen ansprechen. Sie werden angesprochen als "der/die Taube". Dies mögen die gehörlosen Kinder natürlich nicht. Sogar die Erwachsenen rufen diese Kinder nur mit solchen Namen. So stellt der Name ihre Identität in der Gesellschaft als Defekt dar. Dies bewirkt Gefühle von Frustration und deshalb wünschen sie, ihr Leben auf der Erde so früh wie möglich zu beenden. Einführung: Jesus identifizierte sich selbst mit all den Armen dieser Welt, und durch das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 25 Verse 31 bis 46, warnte Jesus davor, dass er am Ende der Zeit auf dieser Grundlage sein Gericht halten wird. Der Ausdruck “bevorzugte Liebe für die Armen" wurde von Papst Johannes Paul II. in den Apostolorum Successores oft benutzt, Direktiven für die Pastoralämter der Bischöfe, welche im Februar 2004 herausgegeben wurden. Diese „bevorzugte Liebe für die Armen“ muss durch das Zeugnis von Handlungen ausgedrückt werden. Dem Beispiel von Jesus folgend, der Mitleid mit den Geplagten und Hilflosen hatte, sind alle seine Nachfolger dazu aufgerufen, sich so einer Aufgabe zu stellen. Die Herrlichkeit Gottes, entsprechend Bischof Irenäus von Lyon, lebt vollständig im Menschen und das Leben der Menschen ist der Weitblick Gottes. Mit solch einer Vision und Engagement gegenüber den gehörlosen und stummen Kindern, wurde ANBU ILLAM, das Heim der Liebe, am 5. Juni 1995 eröffnet.« ANBU ILLAM: Vor diesem Hintergrund, liebe Brüder und Schwestern, stelle ich Ihnen ANBU ILLAM vor, das im Ort 48 B-5 Paramarthalingapuram, Vettoornimadam, Bezirk Nagercoil, im Staat Tamilnadu, Südindien, liegt. Das Tamilwort ANBU ILLAM bedeutet Heim der Liebe. Dieses ist ein Heim für solche, die sich nach Leben und Liebe sehnen. Dieses Heim ist ein Ausdruck unserer menschlichen wie auch christlichen Existenz in dieser Welt. Das Leben hat keine Bedeutung ohne Liebe. Mit solch einem humanitären Gedanken wurde ANBU ILLAM am 05. Juni 1995 mit drei Kindern gegründet, ohne Bargeld oder irgendein anderes Vermögen. Der einzige Besitz zur Zeit seiner Gründung war der starke Glaube an unseren Herrn, der seine Diener dazu motiviert, sich seiner Herrschaft anzuvertrauen. Heute sind es 33 (24 Jungen und 9 Mädchen) meist gehörlose und stumme Kinder im Alter von 2 bis 16 Jahren. Einige Kinder haben Eltern, aber aufgrund der Armut und des schlechten Gesundheitszustandes, können sie nicht für die Ausbildung dieser gehörgeschädigten Kinder bezahlen. Jetzt kommt ANBU ILLAM für die Unterbringung, Nahrung, Kleidung, Ausbildung, medizinische Versorgung und die sozialen Bedürfnisse dieser Kinder auf. Gründer: Der Gründer von ANBU ILLAM ist Rev. Fr. B. Russel Raj, ein katholischer Priester, geweiht im Jahr 1991, affiliierter Priester der OSMTH-Komturei Landshut. In den Jahren seines priesterlichen Wirkens hat er in vier Gemeinden, als Pfarrassistent und selbst als Pfarrer gedient, er war in mehreren Schulen Schulseelsorger, half armen Studenten, indem er für sie Sponsoren ansprach, gründete ANBU ILLAM für die gehörlosen und stummen Kinder und setzte sich ein für alte Menschen, die in ihren Familien niemanden haben, der sich um sie kümmert. Während dieser Zeit hat er sich in verschiedenen Studiengängen qualifiziert und erhielt zehn Master Degrees (= Diplome). Als Doktorand im Studium der interreligiösen Beziehungen an der Madurai Kamaraj Universität in Indien schrieb er eine Dissertation, die einen Vergleich zieht zwischen der heiligen Theresia von Lissieux, einer französischen katholischen Heiligen und Shri Andaal, einem indischen hinduistischen Heiligen, und legt darin dar, wie sie beide auf der Suche nach der mystischen Liebe zu Gott sind. Rev. Fr. B. Russel Raj gab viele Kassetten mit religiösen Gesängen heraus. Als Autor veröffentlichte er elf Bücher sowohl in englischer Sprache als auch in der Tamilsprache. Außerdem schrieb er mehrere Geschichten, Gedichte, und Artikel in Magazinen und Zeitschriften. Bewohner: Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir hier nicht alle Kinder von ANBU ILLAM vorstellen können, damit der Bericht aufgrund seiner Länge noch lesbar bleibt, auch wenn wir dieses gerne tun würden und es Sie vielleicht noch etwas mehr für die Probleme dieser Kinder sensibilisiert hätte. Gerne werden wir dies auf Anfrage nachholen. In dieser Gegend gibt es einige weitere arme, gehörgeschädigte Kinder, die wegen ihrer Armut nicht zur Schule gehen können. ANBU ILLAMhat nicht genügend Platz und Geldmittel, um mehr Kinder aufzunehmen. Finanzielle Situation: Dieses Haus hat keine Rücklagen für seine Unterhaltung. Die Mitarbeiter sammeln zusammen mit dem Direktor und dem Gründer in der Bevölkerung und tragen dadurch dazu bei, dass dieses Heim die Kinder versorgen kann. Aber diese Zuwendungen reichen nicht aus. a) laufende Kosten pro Jahr: Gehälter (pro Jahr) 4 Erzieher/innen (Rs. 14.660 monatlich) Euro 3.518 2 Köche/innen (Rs. 6.654 monatlich) Euro 1.595 1 Wächter (Rs. 1.000 monatlich) Euro 480 Schulgebühren, Lehrmittel, Lebensmittel und Unterkunft, Sonstiges (pro Jahr) Schulgebühren, Lehrmittel, Kleidung Euro 1.650 Medizinische Ausgaben Euro 1.000 Kfz-Kosten (Treibstoff, Reparatur) ca. Euro 400 Verpflegung Euro 10.116 Strom, Telefon, Sonstiges Euro 4.161 Hausinstandhaltung Euro 1.000 Gesamtkosten (pro Jahr) Euro 23.920 Somit monatlich ca. 60 Euro pro Kind b) Weitere Erfordernisse für ANBU ILLAM (kurz- und mittelfristig): ANBU ILLAM hat folgende dringende Bedürfnisse, für die wir kein Kapital haben: Die Kinder haben keine Betten, in denen sie schlafen können. Sie schlafen auf dem Fußboden, nur mit einer Matte. Weiterhin benötigen die Kinder Tische und Stühle sowie Kleiderständer. Ebenso wären aufgrund des Klimas 8 Deckenventilatoren vonnöten. :: Möbel Euro 5.820 :: Betten Euro 2.000 :: Tische und Stühle Euro 2.400 :: Kleiderständer Euro 500 :: Deckenventilatoren Euro 320 :: Großer Kühlschrank Euro 600 :: Computer, Fernseher und Videorekorder ( Euro 2.000) Manchmal gibt es sehr gute Programme für die gehörlosen Kinder. Zu den Sendezeiten sind die Kinder meistens in der Schule. Wenn wir einen Fernsehapparat und einen Videorekorder hätten, könnten wir diese Sendungen aufzeichnen und den Kindern zeigen. Auch planen wir, computerunterstützten Unterricht ab 12 Jahren zu geben. Um damit beginnen zu können, ist nur ein Computer mit einem Drucker ausreichend. Dies wird den Kindern helfen, das gegenwärtige Wissen zu erhalten und ihr Leben in der ständig wachsende Computerwelt unterzubringen. :: Schuppen als Studierzimmer für die Jungen (Euro 1.500) :: Kleiner Grund, um die Küche auszulagern (Holzfeuer) (Euro 1.000) :: Bau einer Küche mit richtigem Dach (Euro 3.000) :: Grundstück für Spielplatz (Euro 15.000) Die Kinder müssen einen Spielplatz haben, um in den Abendstunden einige Übungen machen zu können. Es gibt in der unmittelbaren Nachbarschaft Plätze, die zum Verkauf stehen. Wenn wir 25 Prozent des Preises für ein Grundstück bezahlen, das 10.000 Euro kostet, können wir dieses Land kaufen und es als Spielplatz benutzen. :: Trinkwasser Euro 1.500 In Südindien haben wir häufig Wasserknappheit. Die Regierung schenkt der Lösung dieses Problems keine Aufmerksamkeit. Für ANBU ILLAM gäbe es die Möglichkeit, Grundwasser zu fördern, wenn wir einen Brunnen schlagen und eine Wasserpumpe anschließen. Die Gesamtkosten einschließlich eines kleinen überirdischen Tanks betragen 1.500 Euro. c) Selbstfinanzierungs-Programme (langfristig) (Euro 100.000) Arbeitslosigkeit ist eines der Hauptprobleme Indiens. Ausgebildete und körperlich Unversehrte können keine Arbeit in Indien finden. Deswegen verziehen sie in andere Länder, um ihren Lebensunterhalt zu finden. Die gehörlosen Leute haben keine gute Beschäftigung und die meisten von ihnen bleiben eine Last für ihre Eltern. Wenn wir ihnen eine Beschäftigung zur Verfügung stellen können, würden sie definitiv für ihr Wohlergehen und ihre eigene Familie sorgen und in der Zukunft auf eine gute Beschäftigung finden können. Um den Gehörlosen und einigen anderen physisch behinderten Leuten eine Arbeitsmöglichkeit zu geben sowie zur Sicherung des Unterhalts dieser meist gehörlosen Kinder, plant ANBU ILLAM im Projektareal eine Druckerei einzurichten. Es besteht Bedarf für eine gute Druckmaschine in unserer Gegend. In diesem Bezirk gibt es keine Druckpresse, in der behinderte Menschen beschäftigt sind. In Indien haben viele Leute überhaupt keine Arbeitsgelegenheit. Gerade für diese gehörlosen Kinder wird es schwer sein, nach ihrer Schulzeit eine Arbeitsstelle zu finden. Folglich, wenn wir eine Druckerei mit allen Maschinen errichten könnten, würden unsere Kinder zukünftig eine Arbeitsgelegenheit erhalten. Auch die Erlöse aus dieser Presse werden für den Unterhalt dieser Kinder verwendet. Da es nicht einfach ist, jederzeit Hilfe von Leuten zu finden, wird dieses Heim, sobald es sich selbst trägt, seine eigene Grundlage für die weitere Entwicklung haben. Zusätzlich planen wir eine Handelsschule für Tischlerei, um interessierten gehörlosen Kindern lernen zu können, gute Tischler zu sein. Dieses wird ein großes Projekt werden, für das wir viel Geld brauchen. Wir benötigen mindestens 2.500 m² Land, ein großes Gebäude, Maschinenausstattung, usw. ANBU ILLAM hat die Gesamtkosten mit etwa 100.000 Euro veranschlagt. Neuigkeiten 2005: :: Schule beendet: Jegan Raj beendete die Schule und ist nun auf der Suche nach Arbeit. Er war ein fleißiger, guter Schüler. Wir denken, er wird Arbeit finden, doch falls nicht, wird sich ANBU ILLAM in nächster Zeit nach einem Arbeitsplatz umsehen. :: Pkw und Generator: ANBU ILLAM benötigte ein Fahrzeug, welches vom Heim unterhalten wird, um zumindest die kleinsten Kinder zur Schule bringen zu können. Die Schule liegt etwas entfernt vom Heim. Jedes Jahr wendeten wir 1.000 Euro allein für die Beförderung auf. Das Geld wurde monatlich gezahlt. Aufgrund einer großzügigen Spende konnten der Betrag für einen Pkw sowie einen Stromgenerator aufgebracht werden. :: Gebäudeerweiterung:ANBU ILLAM erweiterte Anfang 2005 das Gebäude um ein Stockwerk, welches zum 10jährigen Bestehen vom Bischof eingeweiht werden konnte, um ein Heim für vorerst 13 Mädchen eröffnen zu können. Dazu waren 5.000 Euro notwendig. Vielen Dank an die Spender! In diesem Zusammenhang konnten auch die Toiletten und Badezimmer realisiert werden. Zur Erinnerung: Für die ehemals 13 Kinder und die Mitarbeiter gab es lediglich eine Toilette. Morgens wurde viel Zeit benötigt, um die Kinder eins nach dem anderen zur Toilette zu schicken. Nun können wir die Kinder ohne Schwierigkeit für die Schule fertig machen. :: Kapelle: Wir hatten keine Kapelle für die Kinder, um eine Messe halten und zusammen beten zu können. Die Arbeiten konnten fertiggestellt werden. Gegenleistung: Was ist die Belohnung für die Spender, wenn Sie Hilfe für ANBU ILLAM leisten? Brüder und Schwestern, wir leben heute in einer Welt der Verbraucherschutzbewegung und der Popularität. Wenn jemand in seiner Gemeindekirche für die Kirche einen Beitrag leistet, wird sein Name in der Kirche bekannt gegeben und im Rundschreiben abgedruckt. Damit steigt das Prestige des Spenders und er erhält hohes Ansehen in seiner Gemeinde. Wenn Sie aber Ihre helfenden Hände zu ANBU ILLAM ausstrecken, werden Sie nicht von den Leuten Ihres Ortes speziell geehrt werden. Zuallererst ist es Gott, der Sie mit Glück und Frieden für Ihre Nächstenliebe gegenüber den Armen und Benachteiligten belohnt. Des weiteren wird sich ANBU ILLAM dankbar an Sie erinnern und für Sie in unserem täglichen Gebet und in der Messe beten. Jedes Jahr werden besondere Messen gelesen, um den Spendern zu danken und für ihre Familien zu beten. Sie können dieses Heim jederzeit besuchen und mit diesen Kindern bei verschiedenen Gelegenheiten zusammenleben. Kurz gesagt, wird ANBU ILLAM den Spendern in den täglichen Gebeten gedenken und die Spender werden in den Gedanken aller Kinder leben, die hier heute und in der Zukunft leben. Die Belohnung ist von Gott allein. Dank: Lieber Leser, “eine Million mal Danke” für das Lesen unseres Berichts. Wir sind offen für Vorschläge aller Art, die Sie für unsere Arbeit machen, um denen zu helfen, die in Bedürftigkeit leben. Sie können uns telefonisch, postalisch oder über E-Mail erreichen. Wenn Sie daran interessiert sind, unsere Projekte zu unterstützen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Spenden: OSMTH – Komturei Landshut Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding BLZ 743 626 63 Konto-Nr. 35 29 25 8 Stichwort: INDIEN Ihr Geld wird zu 100% für Anbu Illam eingesetzt. Der OSMTH arbeitet ehrenamtlich. Verwaltungskosten werden von den Komtureimitgliedern privat bezahlt. Auf Wunsch kann eine Spendenquittung ausgestellt werden. Rechtliche Hinweise: Wir sind wegen Förderung mildtätiger, kirchlicher und gemeinnütziger Zwecke (Jugend- und Altenhilfe, Völkerverständigung und Entwicklungshilfe) nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Landshut, StNr. 110/10635, vom 25. August 2005 für die Jahre 2003 und 2004 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer befreit. Es wird bestätigt, dass es sich nicht um Mitgliedsbeiträge, sonstige Mitgliedsumlagen oder Aufnahmegebühren handelt und die Zuwendung nur zur Förderung mildtätiger und kirchlicher Zwecke sowie der Jugend- und Altenhilfe, Völkerverständigung und Entwicklungshilfe (im Sinne der Anlage 1 – zu § 48 Abs. 2 Einkommensteuer- Durchführungsverordnung – Abschnitt A Nrn. 2, 10, 12) auch im Ausland verwendet wird. Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig eine unrichtige Zuwendungsbestätigung erstellt oder wer veranlasst, dass Zuwendungen nicht zu den in der Zuwendungsbestätigung angegebenen steuerbegünstigten Zwecken verwendet werden, haftet für die Steuer, die dem Fiskus durch einen etwaigen Abzug der Zuwendungen beim Zuwendenden entgeht (§ 10b Abs. 4 EstG, § 9 Abs. 3 KStG, § 9 Nr. 5 GewStG). |





