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Auszeichnung OB Rainer PDF Print E-mail
Written by OSMTH-LA   
Wednesday, 06 May 2009 02:40
Der Dienst am Nächsten in Schule, Kirche oder im Sportverein: „Rückgrat unserer Gemeinschaft“ - Sechs Bürger wurden für ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet
 
 
Landkreis Landshut. (bb) Tag für Tag, jahrein, jahraus, leisten unzählige Menschen im ganzen Land unentgeltlich ihren Dienst an der Gemeinschaft. Ob im Breitensport oder im Schulwesen, ob als Kirchenpfleger, Leiterin eines Seniorenclubs oder als langjähriges Mitglied des Malteser Hilfsdienstes – diese Männer und Frauen stehen selten im Rampenlicht, sind durch ihr Engagement aber für eine funktionierende Gesellschaft unverzichtbar. Sechs Bürger aus dem Landkreis Landshut wurden am Dienstag im Landratsamt für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit geehrt.

„Ehrenamtliche Bürger sind das Rückgrat unserer Gemeinschaft. Alle, die sich ehrenamtlich engagieren, erbringen Leistungen für den Staat und die Kommunen, deren Wert gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann”, würdigte Landrat Josef Eppeneder, der die Ehrungen vornahm, deren großes Engagement. Dabei berief er sich auf eine Aussage des ersten Bundespräsidenten nach dem Zweiten Weltkrieg, Theodor Heuss: „Die Demokratie lebt vom Ehrenamt.“ Eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft könne nicht existieren ohne Frauen und Männer, die aus freien Stücken, Idealismus und Gemeinschaftsgeist mehr tun als ihre elementaren Pflichten in Familie und Beruf, sagte Eppeneder.

Dabei betonte der Landrat, dass Staat und Kommunen ihrerseits eine hohe Verpflichtung hätten, diesen engagierten Bürgern tatkräftig zur Seite zu stehen. Diese Feierstunde sei auch ein Zeichen, dass die Politik diese Verpflichtung ernst nehme und ihr aus Überzeugung nachkomme: „Ohne die ehrenamtlich Tätigen wäre unsere Gesellschaft unglaublich arm. Wir brauchen Menschen, die sich um diejenigen Mitbürger kümmern, die, aus welchen Gründen auch immer, an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden sind“, schloss Josef Eppeneder seine Ausführungen.

Anschließend ging er auf die Leistungen der sechs Geehrten jeweils in einer persönlichen Laudatio kurz ein. So ist die Veldenerin Edith Häußler seit 1987 ununterbrochen als Elternbeiratsvorsitzende des örtlichen Kindergartens ehrenamtlich tätig. Zudem ist die zwölffache Mutter seit 1994 Vorsitzende des Elternbeirates der Veldener Schule. „Sie sind eine hervorragende und kompetente Mittlerin zwischen Eltern und Schule“, sagte Eppeneder.

Für ihr großes Engagement für die ältere Generation in Furth wurde Irmgard Ausmann geehrt. Auf ihre Initiative hin entstand vor 18 Jahren der Seniorenclub, der seitdem auch von Irmgard Ausmann geleitet wird. Vierzehntäglich werden im Pfarrheim Furth gesellige Nachmittage für die Senioren veranstaltet, zusätzlich organisiert Irmgard Ausmann kleine Ausflüge in die nähere Umgebung und bringt somit etwas Abwechslung in den Alltag ihrer älteren Mitbürger. „Sie sind die Seele des Seniorenclubs“, würdigte Eppeneder ihr Engagement.

Noch erheblich länger, nämlich über 30 Jahre lang, hat Karl Schober das Amt des Kirchenpflegers der Pfarrei St. Sebastian in Furth ausgeübt. In diesem Zeitraum erledigte er alle möglichen anfallenden Reperaturen an der Kirche oder am Kindergarten selbst. Ebenso umfassend war und ist sein Einsatz für den Waldkindergarten, dessen „Betrieb ohne Ihr Wirken nicht denkbar wäre“, meinte Josef Eppeneder. Seit seinem Ruhestand gehe Karl Schober komplett in seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten auf und wende nahezu seine komplette Zeit dafür auf.

Ein stolzes Jubiläum kann Josef Baumann in diesem Jahr feiern. Seit 50 Jahren ist er als Vorturner beim TSV Vilsbiburg ehrenamtlich tätig. Besonders große Verdienste erwarb er sich dabei um die Einbindung der Versehrtengruppe in den Verein. „Sie haben sehr viel für den Breitensport getan“, sagte Eppeneder. Es wäre interessant auszurechnen, wie viele Stunden Josef Baumann im Laufe von 50 Jahren in der Turnhalle verbracht habe.

Im Jahre 1958 wurde die Versehrtengruppe beim TSV Vilsbiburg gegründet, ein Mann der ersten Stunde war Anton Zollner. Zudem war er im Verein als Abteilungsleiter, Schatzmeister und Kassenprüfer tätig. Zusätzlich organisierte Anton Zollner zahlreiche Aktionen wie Bergwanderungen, Skiausflüge oder auch Familienausflüge für die Versehrtengruppe und hat sich somit um den Zusammenhalt im Verein außerordentliche Verdienste erworben.

Zuletzt wurde der Wörther Rainer Zollitsch für 25 Jahre aktiven Dienst beim Malteser Hilfsdienst Niederaichbach geehrt. Dabei war er im ehrenamtlichen Rettungsdienst tätig, übernahm die Fortbildung der ehrenamtlichen Helfer und war maßgeblich am Aufbau einer Malteser-Jugendgruppe beteiligt. Außerdem sorgte er für eine funktionsfähige Sanitätseinheit im Bereich des Landkreises Landshut. Seit 2000 koordiniert Rainer Zollitsch in seiner Eigenschaft als ehrenamtlicher Referent der Notfallvorsorge des MHD den Einsatz und die Ausbildung von rund 250 ehrenamtlichen Helfern in elf Einsatzgliederungen.

Abschließend gratulierte Landrat Josef Eppender den sechs Geehrten nochmals herzlich und äußerte die Hoffnung, dass vor allem junge Leute dazu angeregt würden, diesem Vorbild nachzueifern.