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Verleihung der Lebensrettungsmedaille PDF Print E-mail
Written by Marc Schwalber   
Friday, 08 May 2009 11:18
Landshuter Templer von Bayer. Ministerpräsidenten ausgezeichnet

Am 20. April fand im Antiquarium der Residenz München die Verleihung der Bayer. Rettungsmedaille sowie die Christophorus-Medaille statt. 79 Lebensretter wurden mit der Bayer. Rettungsmedaille (für Menschenrettung unter Gefährdung des eigenen Lebens), 42 mit der Christophorus-Medaille (für Menschenrettung in besonders schwierigen Situationen) ausgezeichnet.
„Diese sind“, so der Bayer. Ministerpräsident Horst Seehofer, „klare
Zeichen, dass die selbstlose Rettung von Mitmenschen aus höchster Not den Dank und die Anerkennung des gesamten Freistaats verdient.“ Die Lebensretter würden die Tugenden Tapferkeit und Caritas besitzen. Tapferkeit sei Mut, der zwar die Angst kennt, sie aber überwindet, und Caritas die Liebe des Menschen zum Mitmenschen. Sie hätten nicht das „Ich“, sondern das „Du“ in den Vordergrund gestellt und dabei sogar das kostbarste Gut, Ihr eigenes Leben, aufs Spiel gesetzt. Sie hätten einem Menschen, der in den meisten Fällen ein Fremder für sie war, durch ihr beherztes Eingreifen die Chance zum Überleben geschenkt. Sie seien mitreißende Beispiele und durch ihre außergewöhnlichen Rettungsaktionen in ihren Städten und Gemeinden Vorbilder für Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage geworden. Sie seien Helden des Alltags und Hoffnungsträger unserer Gesellschaft, der lebendige Beweis für Hilfsbereitschaft, Tapferkeit und Nächstenliebe.
Bereits Ende letzten Jahres wurde Marc Schwalber vom Präsidenten des DLRG LV Bayern e.V., Dieter Hoffmann, für seine mutige Rettungsaktion ausgezeichnet. Dieser betonte, dass es leider viel zu selten zu solchen Ehrungen kommt angesichts der ca. 400 bis 600 Ertrinkungsfälle in Deutschland jährlich.
Nun erhielt Marc Schwalber, Mitglied der Templer-Komturei Landshut, die Bayer. Rettungsmedaille aus der Hand des Landesvaters. Auch der Regierungspräsident der Regierung von Niederbayern, Heinz Grunwald, sowie der Bezirkstagspräsident, Manfred Hölzlein, gratulierten.
Im September 2008 befand sich Marc Schwalber während seines Sommerurlaubes am Strand der Insel Elba. Trotz Badeverbot, gekennzeichnet durch rote Fahnen, begab sich eine Gruppe Italiener ins Wasser. Wegen der starken Strömungsverhältnisse und etwa zwei Meter hohen Wellen gerieten die Personen sichtlich in Schwierigkeiten.
Im Wasser konnte Marc Schwalber eine Gruppe, bestehend aus fünf Personen, feststellen, welche offensichtlich verzweifelt versuchte, den Strand zu erreichen. Ein Kind kam kurze Zeit später mit seiner Schwester aus dem Wasser. Bei den noch im Wasser befindlichen Personen handelte es sich um drei männliche Personen unterschiedlichen Alters. Eine der Personen ging hierbei immer wieder unter und konnte durch die anderen kaum noch über Wasser gehalten werden. Daraufhin begab sich Herr Schwalber ins Wasser und eilte dem Ertrinkenden zu Hilfe. Die Person befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa 200 Meter vom Strand entfernt. Als er den Mann erreichte, war dieser bereits absolut entkräftet und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft über Wasser halten. Gemeinsam versuchten sie nun, ihn in Richtung Strand zu bringen, was sowohl aufgrund des starken Seegangs als auch der Unterströmung erst nach einigen Minuten gelang. Etwa 50 Meter vom Strand entfernt erreichte sie der Bademeister und warf ihnen einen Rettungsring zu. Durch die Familie des Opfers und auch andere Badegäste wurde zwischenzeitlich eine Menschenkette ins Meer gebildet und es gelang Herrn Schwalber, eine Hand zu greifen. Dadurch schaffte er es, mit der weiteren Person an den Strand zu gelangen.
Der Gerettete, bei dem es sich um einen etwa 20 Jahre alten italienischen Staatsbürger handelte, war aufgrund Sauerstoffmangels bereits blau angelaufen und hatte blutunterlaufene Augen. Nach Erreichen des Ufers fiel der Gerettete in einen Erschöpfungsschlaf und war nicht mehr ansprechbar. Er wurde unter Mithilfe von Herrn Schwalber in eine stabile Seitenlage gelegt und von einem italienischen Arzt, der sich ebenfalls am Strand befand, bis zum Eintreffen eines Krankenwagens, der nach circa 25 Minuten eintraf, versorgt. Die Person wurde in das nächste Krankenhaus, Marina di Campo, verbracht. Das Opfer wäre ohne das Eingreifen von Herrn Marc Schwalber, welcher hierbei sein eigenes Leben gefährdete, ertrunken.
 
Marc Schwalber wirkte ganz im Sinn seines Ordens, denn Glauben, Hoffnung und Wohltätigkeit sind Leitsätze des Ritterordens des Tempels zu Jerusalem (OSMTH). Der Templer von heute will dem Mitmenschen dienen. Das Wort und die Tat, nicht das Schwert, sind die Waffen des modernen Templers. Er gebraucht sie, um Frieden und Humanität in der Welt zu fördern, den Unterdrückten zu helfen, Brüdern und Schwestern beizustehen, ökumenisches Christentum zu praktizieren und die Werte zu leben und zu verbreiten, welche für die besten der christlichen, humanistischen und ritterlichen Traditionen stehen. Genau so, wie der Bayer. Ministerpräsident, Horst Seehofer, anführte „Die Lebensretter stehen für die neue Kultur des Hinsehens, Helfens und Handelns auf vorbildliche Art und Weise“.
Last Updated on Monday, 18 May 2009 13:58